Kaufhaus Lienz

Kurzbeschreibung

Lage/Standort

Das Areal zeichnet sich durch

  • seine ideale Lage am südwestlichen Tor des Ortszentrums der Bezirkshauptstadt Lienz mit direktem Anschluss an die Fußgängerzone,
  • seine optimale Verkehrsanbindung an der B100 mit direkter Tiefgaragenanbindung und
  • seine öffentlichen Bushaltestellen

aus.

Zielgruppe sind Kunden aus dem Umkreis von ca. 50 bis 75 km aus dem Osttiroler, Salzburger, Kärntner und norditalienischen Einzugsgebiet.

Architektur

Städtebau

Das Kaufhaus Lienz liegt zwischen Messinggasse und Tiroler Straße und bildet den westlichen Abschluss der Lienzer Altstadt. Die bis zu 27m hohen Türme der aufgelassenen Getreidemühlen werden abgebrochen.

Der neue Baukörper mit zentralem Atrium nimmt die Höhenentwicklung der umgebenden Gebäude auf. Die längeren Fassaden werden geknickt, in mehrere Einzelflächen geteilt und leicht schräg zueinander gestellt. Die Einzelflächen werden unterschiedlich gestaltet. Vertikale Fugen teilen die Baumasse. Die Proportionen und die unregelmäßigen Strukturen der gewachsenen Altstadt werden aufgenommen und fortgeführt, ohne dass das Haus seine gestalterische Einheit verliert.

Die Messinggasse mündet in einen großzügigen städtischen Platz, der dem Haupteingang vorgelagert ist. Platz und Haupteingang bilden den westlichen Abschluss der Fußgängerzone. Der Platz ist nicht nur Eingangsgeste, sondern kann auch öffentlich bespielt werden. (div. Veranstaltungen wie Wochenmärkte etc.)

Ein weiterer Eingang liegt im Südwesten vor der geplanten Bushaltestelle, die durch einen Rücksprung der Erdgeschossfassade vom Gebäude überdacht ist. Das neue Kaufhaus respektiert die Massstäblichkeit und die historisch gewachsene Umgebung, etabliert sich aber zugleich als zeitgenössisches, identitätsstiftendes Gebäude.

Äußeres Erscheinungsbild

Die offenen Fassadenstrukturen mit großen Schaufensteröffnungen in den Erdgeschosszonen der Altstadt werden aufgenommen und im Kaufhaus fortgesetzt. Vertikale Fugen an Nord- und Südfassade strukturieren den Baukörper.

Die kleinteiligen Fassadenflächen der Altstadt werden übernommen und durch Heraus- und Hereinklappen von Teilflächen betont. Diese Teilflächen werden verschieden gestaltet, einmal als geschlossene Fläche, einmal mit horizontalen Fensterbändern versehen oder als ganz verglaste Fläche.

Die Fassaden werden als vorgesetzte nichttragende Elementfassaden ausgeführt und sind mit gelochten Messingtafeln o. ähnlichem verkleidet. Die Altstadt und das neue Kaufhaus bilden nicht nur eine gestalterische sondern auch eine strukturelle Einheit, beide profitieren voneinander.

Innenräumliches Konzept

Die natürliche Belichtung der Verkaufsebenen vom 1. Untergeschoss bis zum 2. Obergeschoss erfolgt über das zentrale Atrium. In diesem liegen Galerien, Fahrstege und Fahrtreppen, über welche die Geschäftsflächen erschlossen werden.

Weitere öffentliche Vertikalerschließungen wie Aufzüge und Haupttreppenhaus liegen direkt an der Mall und verbinden die Verkaufsgeschoße mit den Garagengeschoßen. Die Anlieferung erfolgt über den zentralen Ladehof an der Andreas Hofer Straße.

Für Großmieter sind eigene Ladebuchten und Lastenlifte vorgesehen. Kleineren Mietern steht der Allgemeinlift zur Verfügung.

Statisches Konzept

Das statische System ist in seiner Grundstruktur klar und einfach und somit wirtschaftlich. Die Säulen sind im Achsraster von 8m auf 8m angeordnet. Dadurch kann trotz "säulenfreier" Mall weitestgehend auf teure Vorspannungen verzichtet werden.

Verkehr

Die behördlich vorgeschriebenen Stellplätze werden unterirdisch in den Garagengeschoßen mit direkter, vertikaler Mallanbindung untergebracht.

Die Einfahrt erfolgt ohne Linksabbieger über 2 getrennte Abfahrten an der Tiroler Straße - jeweils eine für den Verkehr vom Osten und Westen.

Die Ausfahrt erfolgt über eine gemeinsame Rampe, die in die südliche Andreas Hofer-Straße mündet. Über die ampelgeregelte Kreuzung Tiroler Straße - Andreas Hofer-Straße gelangt der Verkehr nach Osten bzw. nach Westen. Für eine mögliche Unterflurtrasse unter der jetzigen Tiroler Straße wurde ein Anpassungskonzept überlegt und mit der Verkehrsabteilung des Landes Tirols abgestimmt.

Projektdaten

Baubeginn:
Mitte 2016
Fertigstellung:
Mitte 2018
Projektentwicklung und Projektmanagement:
ICM Baumanagement GmbH
Architekt, Generalplaner:
Dieter Mathoi Architekten
Investitionsvolumen:
ca. € 50.000.000,-
Gesamtmietfläche:
ca. 15.000 m²
PKW-Stellplätze Tiefgarage:
ca. 410

Ansprechpartner

Projektmanagement

ICM Baumanagement GmbH
Bmstr. Mag. Ing. Bernhard Pöll
 Maria Theresien Straße 31/3. Stock, 6020 Innsbruck/Austria
 +43 (0) 512 585119 - 1247
 office@icm.ag

Sonstiges

Nähere Informationen unter www.kaufhauslienz.at